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Das Weg-Wort - Werktagsgedanken aus der Bahnhofkirche Zürich
 

Unterwegs

Wegwort vom 24. Mai 2017

Mose und die Ältesten erhalten den Auftrag, eine Wohnstätte für Gott zu bauen. Die genauen Anweisungen führen bis zum Begriff: Begegnungszelt. Ein Ort der Begegnung, ein Zelt. Logisch, es muss ein Zelt sein, die Israeliten waren ja in der Wüste unterwegs. 40 Jahre lang.

Längst stehen die Wohnstätten und Begegnungsorte, die wir für Gott und vor allem für uns bauten, unter Denkmalschutz. Wo bleibt die Beweglichkeit und das Unterwegssein?!

Pilgerreisen erfreuen sich grosser Beliebtheit. Mich freut dieser Erfolg. Auch weil ich selber schon Wanderungen geniessen durfte und das Pilgern aus eigener Erfahrung kenne, weiss ich, was es heisst, seinen Glauben in Bewegung und Begegnung zu feiern und zu leben. Mit Sack und Pack unterwegs, eine Woche, mit Schlafsack, Wanderschuhen und Wanderstöcken, das ist ein unvergessliches Erlebnis. Unvergesslich auch der letzte Satz der Packliste: „Grundsätzlich gilt: Jedes Gramm zählt!“

In diesem Sinn wünsche ich mir, dass wir als Glaubende noch viel mehr unterwegs sind. Dass wir uns nicht immer mehr Gesetzte und Regeln aufbürden, sondern uns viel mehr auf das Wesentliche besinnen. Und dies im wachsenden Vertrauen, im erfahrenen, erlebten und gelebten Glauben. Ein Glaube, der weit und offen, frei und ermutigend ist und uns weiterführt. Ein glaube, der uns Liebe leben lässt und uns in die Tiefe und die Weite trägt.

Wenn wir uns auf die Wurzeln besinnen und Begegnungszelte überall da aufbauen, wo Menschen sind und so Festgefahrenes wieder in Bewegung und Begegnung bringen, da können Gottesbegegnungen erfahren werden. Von so einem Glauben, von so einer Kirche träume ich.

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Hauptbahnhof Zürich.
Evangelisch-reformierte und Römisch-katholische Kirche. Impressum

Geändert: 24.05.2017
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