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Das Weg-Wort - Werktagsgedanken aus der Bahnhofkirche Zürich
 

Autsch

Wegwort vom 28. März 2017

Autsch, das tut weh! Mit dem Velo unterwegs, kam ich auf dem Eis zu Fall! Zum Glück bin ich eine vorsichtige Fahrerin. Und Helm sei Dank ist nicht viel passiert. Ein paar blaue Flecken, verstauchte Finger, aber mit etwas Zeit „funktionieren“ sie wieder schmerzfrei. Glück gehabt! Und wieder etwas gelernt.

Natürlich musste ich von diesem Unfall erzählen und auch ein bisschen jammern. Dabei ist mir aufgefallen, dass ein offenes Ohr Gold wert ist. Nicht Mitleid, sondern Mitgefühl ist in solchen Momenten gefragt.

Mitleid besagt, dass man mitleidet, was wörtlich genommen wenig hilfreich sein kann. Mitfühlen dagegen bedeutet, dass man sich in die Lage der Betroffenen versetzt, ihnen Zuwendung entgegenbringt, vielleicht sogar Unterstützung und tröstende Worte findet, ohne selber in „Leid“ zu verfallen.

Eine demütige (mutige) Haltung würde ich es nennen. Das heisst, sich nicht über die Betroffenen stellen und alles besser wissen oder gar Vorwürfe machen. Und auch nicht in Hilflosigkeit und Leid versinken in übertriebener Solidarität mit dem Gegenüber. Mitfühlend, mit weitem Herzen zuhören, zu verstehen versuchen, wie es dem Gegenüber geht. Ihm mit Respekt begegnen. Auch mit dem Wissen, dass ich als Zuhörende nur erahnen kann, wie es dem „Leidenden“ geht.

In einer solchen Begegnung kann die Liebe Gottes spürbar werden. Für die Betroffenen, wie auch für die Zuhörenden.

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Geändert: 28.03.2017
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