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Das Weg-Wort - Werktagsgedanken aus der Bahnhofkirche Zürich
 

Segnen

Wegwort vom 25. Mai 2018

Wir haben sehr viele Gruppen, die uns besuchen und die wir in unserem "Gruppenraum" empfangen können. Gleich neben der Bahnhofhilfe im Dienstleistungsgeschoss des Hauptbahnhofs Zürich heissen seine Glasfenster mit diesem Segen alle, die uns besuchen, willkommen: "Bis wir uns wiedersehen beschütze Gott dich auf allen deinen Wegen."

Mit diesem Segen verabschiede ich Gruppen von Erwachsenen, von Schülern, Konfirmanden, von Senioren, die auch von weit herkommen, um uns zu besuchen. Fast jedes Mal frage ich, nach dem Segen, warum nur bis wir uns wiedersehen. Das löst oft Erstaunen aus, manchmal nachdenkliche Gesichter - Die Frage ist berechtigt: "Warum soll dieser Segen nur bis zu einem Wiedersehen gelten? - Lachend nehmen sie meine Erklärung entgegen: "Wir können den Segen dann erneuern." - Mit dem Segen ist es so eine Sache. Wer einen Menschen segnet, der kann ihn nicht verfluchen. Segen ist Stärkung und Schutz zugleich. So hat schon Jakob - in seinem Gotteskampf am Jabbok - dem Einen, mit dem er kämpfte, den Segen abgerungen: "Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich."

Gesegnet sein, gesegnet werden - es war immer etwas Besonderes und ist es auch heute noch. Warum üben wir uns nicht mehr darin? Wie sehr haben Mütter im Spital mit ihrem frisch geborenen Kind, geleuchtet, als ich sie jeweils fragte, ob ich ihr Kind segnen dürfe. Sie haben mit Freude ja dazu gesagt. Segen, es ist so einfach ihn jemandem zu schenken. Und doch scheuen sich viele. Fluchen ist scheinbar einfacher, aber ob es uns in unserm Leben gleich gut tut wie Segen, mag ich zu bezweifeln.
Üben wir uns darin und lassen Gott eine aktivere Rolle in unserem Leben einnehmen, indem wir in seinem Namen segnen und segnen und nochmals segnen, überall, wo es nötig und angebracht ist.

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Hauptbahnhof Zürich.
Evangelisch-reformierte und Römisch-katholische Kirche. Impressum

Geändert: 25.05.2018
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