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Vorboten
Der Schnee ist kaum von den Wiesen und Feldern verschwunden, schon zeigen sich vereinzelt, manchmal in kleinen Gruppen und oft an unscheinbaren Stellen die ersten blass- oder sonnengelben bzw. zart violetten Blüten der Primeln. Sie trauen sich früh heraus, und das finde ich erstaunlich; in dieser Zeit ist schliesslich noch mit Kälteeinbrüchen zu rechnen. Die Primeln schreckt das offensichtlich nicht ab. Sie blühen als untrügliche Vorboten des Frühlings; ihr Erscheinen weist auf die wärmere, freundlichere und farbigere Zeit hin, die zweifellos kommen wird. Könnten wir doch auf die Verbesserung der menschlichen Zivilisation genauso vertrauen wie auf das Eintreffen der wärmeren Jahreszeit! Diesbezüglich sieht es zurzeit eher düster aus: zunehmende Ungleichheit…
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Mut aus Gottvertrauen
Wenn die Zeiten bedrohlich sind, wenn die Rechtsstaatlichkeit ausgehöhlt wird und abweichende Meinungen Repressionen zur Folge haben, dann erscheint es ratsam, sich ruhig zu verhalten und nicht aufzubegehren. Es gibt Menschen, die in solchen Situationen erst recht nicht schweigen können, die ihre Stimme nur noch klarer und deutlicher erheben. Zu dieser Art Menschen gehörte der Jesuitenpater Rupert Mayer, dessen Geburtstag sich heute zum 150. Mal jährt. Rupert Mayer wusste schon früh, dass er den geistlichen Weg einschlagen wollte. Nach seiner Priesterweihe und der Aufnahme in den Jesuitenorden wirkte er als Volksmissionar in den Niederlanden, in Deutschland, Österreich und auch in der Schweiz. Schliesslich kam er nach München, kümmerte sich als…
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Für Frieden gehen
In den Vereinigten Staaten sind seit 26. Oktober 2025 buddhistische Mönche aus einem texanischen Kloster unterwegs auf einem «Walk for Peace». Sie haben sich eine Pilgerreise von ungefähr 3700 km vorgenommen, die im Februar 2026 in Washington, D.C. enden soll. Begleitet werden sie von einem Rettungshund namens Aloka, und sie dokumentieren ihren Weg in den sozialen Medien. Ihre Absicht ist es, auf Frieden, Mitgefühl und Gewaltlosigkeit aufmerksam zu machen. Da ist mir eine jüdische Geschichte in den Sinn gekommen, die vom Rabbi einer Stadt erzählt, in der Männer von Wohlhabenden angestellt wurden, um des Nachts deren Besitz zu bewachen. Der Geistliche ging eines Abends spazieren und begegnete solch einem Wächter.…
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Klimawandel
In Grossbritannien gilt der St Hilary’s Day traditionsgemäss als der kälteste Tag im Jahr. Es wird berichtet, dass im Winter des Jahres 1205 – einem der strengsten der britischen Geschichte – um den 13. Januar herum die Themse in London zufror und sogar Bier und Wein zu festem Eis wurden, so dass man die Getränke nach Gewicht verkaufen musste. Der Name des Tages verweist auf den Heiligen Hilarius von Poitiers, dessen Gedenktag die Kirchen heute feiern. Er lebte im vierten Jahrhundert und über seine Herkunft gibt es kaum gesicherte Angaben. Um 350 herum wurde er zum Bischof geweiht, gründete die erste klösterliche Gemeinschaft in Gallien und der Heilige Martin von…
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Königswürde
Haben Sie Ihren Königskuchen bereits eingekauft? Am heutigen Tag von Dreikönig ist es Tradition, dieses süsse Hefegebäck aufzutischen, in dessen Innerem irgendwo ein Königsfigürchen hineingebacken ist. Wer das Kuchenstück mit der kleinen Figur erhält, darf sich die Krone aus Papier aufsetzen und gilt in manchen Familien einen Tag lang als König bzw. Königin. Das kirchliche Hochfest am 6. Januar hat den Namen «Epiphanias» oder «Erscheinung des Herrn», und es ruft in Erinnerung, dass der menschgewordene Gottessohn vor den Menschen wie den Hirten und den Weisen aus dem Morgenland in Erscheinung trat. Letztere stehen bei diesem Fest im Vordergrund. In der Bibel werden sie als Magier bzw. Sterndeuter bezeichnet. Die Tradition…