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Bescheidener Hinweis

In manchen Städten der USA, in Irland und auch anderenorts wird man an diesem Tag Menschen sehen, die sich grün kleiden oder mit einem Kleeblatt schmücken. Sie feiern ausgelassen und pflegen Brauchtum, veranstalten etwa Umzüge wie an Karneval oder Prozessionen. Heute ist «St.-Patrick’s Day», der Festtag des Nationalheiligen Irlands.

Magonus Sucatus Patricius wuchs zu Beginn des 5. Jahrhunderts als Sohn eines römischen Beamten in Britannien auf und wurde in seiner Jugendzeit von einer Räuberbande nach Irland verschleppt, wo er Schafe hüten musste. Nach seiner Flucht gelangte er nach Gallien, wurde Mönch und Priester. Mit dem Segen von Papst Coelestin I. kehrte er nach Irland zurück, baute Klöster, Schulen und Kirchen und führte viele Menschen zum Christentum.

Kleeblatt
Foto von Vu Ly auf Pixabay.com (Ausschnitt)

Der heilige Patrick hat Anteil daran, dass das Kleeblatt in Irland so populär ist. Es war bereits bei den Kelten ein geachtetes Pflänzchen und wurde mit dem Namen «Shamrock» bezeichnet. Auf seiner Mission soll Patrick das Gewächs dazu verwendet haben, den Einheimischen die Dreieinigkeit Gottes näherzubringen: Wie die Shamrock-Pflanze drei Blätter aufweist, so prägt sich der eine Gott in drei Personen aus: Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Das Kleeblatt ist ein simples Beispiel dafür, wie eins und drei zusammengehen. Es liefert keine intellektuelle Erklärung oder tiefsinnige Symbolik zu den Wesenheiten der göttlichen Personen. Vielleicht hat Patrick das Kleeblatt gerade wegen seiner Bescheidenheit gewählt: als demütiger Hinweis auf Gott und Erinnerung an das Geheimnis, das uns als «Ich-bin-da» vielfältig nahe ist und zugleich jenseits dessen, was der Verstand erfassen kann.