• O buona ventura!

    Am 15. Juli wird in der christlichen Tradition einem Mann namens Bonaventura gedacht. Eigentlich war sein Name Johannes. Oder genauer gesagt Giovanni, denn er wurde in Italien geboren. Als junger Knabe erkrankte er schwer und seine Eltern wussten sich nicht mehr zu helfen. Der Überlieferung nach brachten sie den kleinen Giovanni zu Franz von Assisi, der ihm segnend die Hände auflegte, woraufhin der Knabe langsam wieder zu Kräften kam und gesund wurde. Die Mutter besuchte wenig später Franz von Assisi und wurde begleitet von ihrem quietschfidelen Giovanni. Franz, der zu diesem Zeitpunkt schon sehr schwach war und sich auf Sterben vorbereitete, soll sich über den gesunden Knaben so sehr gefreut…

  • Vielfalt als Gütesiegel

    In den letzten Wochen hat uns die Fussball Euro 2024 täglich begleitet, ob wir wollten oder nicht. Am Sonntag folgt nun der Höhepunkt mit dem Finale zwischen Spanien und England. Solch ein Turnier ist nationalistisch geprägt: Hymnen werden inbrünstig gesungen, Hände auf das Landeswappen gelegt. Die Spieler werden als Vertreter ihres Heimatlandes inszeniert. Dabei ist höchst interessant, sich damit auseinanderzusetzen, wer denn diese Vertreter der Nationen Europas sind. Da gibt es einen holländischen Spieler mit dem baskischen Vornamen Xavi und surinamischen Wurzeln. Oder den spanischen Spieler Lamine Yamal, dessen Eltern aus Marokko und Äquatorialguinea stammen. Und Schweizer Cracks heissen Xherdan Shaqiri oder Breel Embolo. Unmissverständlich wird klar: Nationen haben nicht…

  • Am Anderen reifen

    Bestimmte Menschen sind mir von Anfang an sympathisch, mit anderen habe ich meine liebe Mühe und rege mich schnell über sie auf. Von bestimmtem Verhalten fühle ich mich persönlich verletzt und ein Groll entsteht in mir. In unterschiedlichem Ausmass unterliegen wir alle solchen Emotionen und Mustern, die sich verhärten und zu Feindschaft führen können. Unangenehmen Menschen aus dem Weg zu gehen, ist auch keine Lösung: Es schränkt uns ein und ist oft auch gar nicht möglich, etwa am Arbeitsplatz, in der Verwandtschaft und in der Familie. Wie also mit den Konflikten umgehen, die das Zusammenleben unweigerlich mit sich bringt? Diese Frage beschäftigte auch Benedikt von Nursia, der in der Zeit…

  • Glück steckt an

    Blicken Sie hoffnungsvoll in die Zukunft? Geniessen Sie das Leben? Haben Sie das Gefühl, dass Sie genauso gut sind wie andere Menschen? Anhand dieser Fragen soll sich ziemlich genau bestimmen lassen, ob ein Mensch glücklich ist oder nicht. Was Glück genau bedeutet, muss wohl jeder für sich selbst definieren. Doch obwohl es sich beim Glück um etwas sehr Individuelles handelt, ist es Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Manchmal findet man sogar durch Zufall etwas übers Glück heraus. So geschehen bei der Framingham-Herz-Studie, die 1948 startete. Diese ist eigentlich dazu angelegt, Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen zu erforschen. Es liegen umfangreiche Daten vor, die sich über mehrere Generationen erstrecken und in denen es auch…

  • Fehler

    Ein Lehrer schrieb folgende Rechnung an die Tafel. 1×7 = 7 2×7 = 14 3×7 = 21 4×7= 28 5×7= 35 6×7= 42 7×7= 49 8×7= 56 9×7= 63 10×7= 69 Er wartete auf die Reaktion seiner Schüler und Schülerinnen. Der erste johlte und applaudierte. «Bravo, Herr Lehrer», rief ein anderer. Die meisten aber lachten über die Rechnung ihres Lehrers. Als er fragte, was los sei, meldete sich eine Schülerin: «Na, Sie haben da einen Fehler in der Rechnung!» Der Lehrer blickte die Jungen und Mädchen eine Weile an. Er sagte: «Ja, das stimmt! Ich habe einen Fehler gemacht, aber es stehen da neun richtige Rechnungen. Trotzdem lacht ihr über…