Der Wert der Begegnung (Gast-Wegwort Nr. 4)
In meiner Arbeit als Stadtrat begleitet mich eine Überzeugung ganz besonders: Unsere Stadt lebt vom Zusammenhalt. Das Miteinander gibt uns Sicherheit und der Zusammenhalt trägt uns gerade dann, wenn es schwierig wird. Deshalb liegt es mir sehr am Herzen, dass unsere Stadt Zürich eine Stadt für alle bleibt. Eine Stadt, in der wir gerne unterwegs sind und in der wir uns daheim fühlen. Und dazu gehört für mich als Stadtrat auch die Aufgabe dafür zu sorgen, dass niemand wegen höheren Mieten sein Zuhause verliert und die Stadt Zürich verlassen muss. Weil nur, wo wir Wurzeln schlagen können, engagieren wir uns. Damit wir dem Miteinander Sorge tragen, braucht es Austausch und Zusammensein.
Darum möchte ich Orte schaffen, an denen wir uns begegnen – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Ganz konkret heisst das: Parks und Plätze schaffen, auf denen Begegnungen möglich werden. Bänkli, auf denen man sich hinsetzt und mit der Nachbarin ins Gespräch kommt. Und im übertragenen Sinn heisst das für mich: Direkte Demokratie leben. Sie verpflichtet uns in Politik und Verwaltung Rechenschaft ab- und unsere Ideen offen auf den Tisch zu legen. Und sie gibt den Zürcher*innen die Möglichkeit, uns zu «challengen» und mitzuentscheiden. Weil für mich ist klar: Die Zukunft unserer Stadt gestalten wir am besten gemeinsam.

Bild: Juliette Haller, Amt für Städtebau
Zusammenhalt zeigt sich aber nicht nur in grossen politischen Projekten. Meistens beginnt er im Quartier: Mit einem Lächeln am Marktstand, einem Schwatz im Quartiercafé, einer Kaffeepause mit Kolleg*innenoder einem kurzen Gespräch auf der Wiese in der Badi. Das sind die Momente, die ich an Zürich so schätze.
Wo wir offen und ehrlich aufeinander zugehen, entsteht Verständnis. Damit meine ich nicht, dass wir immer gleicher Meinung sein müssen. Im Gegenteil: Gerade die Vielfalt der Meinungen macht unsere Stadt so lebendig. Und es ist so wichtig, dass wir einander auf Augenhöhe begegnen, zuhören, die Sicht der anderen ernst nehmen und dann gemeinsam nach Lösungen suchen. Dafür setze ich mich ein. Denn eine Stadt für alle bedeutet für mich, dass Zusammenhalt nicht nur ein abstraktes Wort bleibt, sondern aktiv von allen gelebt und gefühlt werden kann.
Stadtrat Tobias Langenegger
Vorsteher Hochbaudepartement Stadt Zürich