Ein Leben aus Liebe
Heute vor 84 Jahren wurde der Ordensmann Maximilian Kolbe getötet. Sein Leben und seine Taten gingen nicht vergessen. Maximilian Kolbe war ein Franziskanerpater, ein gläubiger Mann, der sein ganzes Leben in den Dienst Gottes stellte. Besonders wichtig war ihm die Nächstenliebe, die er nicht nur predigte, sondern selbst lebte.
Im Konzentrationslager Auschwitz, in das er deportiert wurde, weil er und seine Ordensbrüder jüdischen Menschen und Flüchtlingen Zuflucht gewährt hatten, wurde die Liebe auf eine extreme Probe gestellt. Nach einem angeblichen Fluchtversuch eines Häftlings sollten andere Gefangene zur Strafe hingerichtet werden. Ein Familienvater, der ausgewählt wurde, brach zusammen. «Meine arme Frau! Meine armen Kinder! Ich werde euch nie wiedersehen!». Kolbe trat daraufhin freiwillig an seine Stelle. Er wusste genau, was das bedeutete, doch er zögerte nicht. Er tat das, wovon er im tiefsten Herzen überzeugt war. Vierzehn Tage lang war er mit anderen Häftlingen im Hungerbunker eingesperrt bis er von den Nationalsozialisten mit einer Giftspritze hingerichtet wurde. Sein Tod war ein grausames Verbrechen und zugleich das grösste Zeichen gelebter Liebe.
Der Familienvater überlebte den Schrecken des KZs. Seine beiden Söhne sah er tragischerweise nie wieder. Sie kamen im sowjetischen Bombenhagel 1945 ums Leben. Leider gehören Schicksale wie diese nicht der Vergangenheit an. Und so berührt das, was Maximilian Kolbe einmal gesagt hat sehr: «Zur Liebe kann man niemand zwingen. Nur die Liebe selbst weckt Gegenliebe.» Seine Worte erinnern daran, dass jeder Mensch dazu berufen ist, Liebe in diese Welt, in die Gesellschaft, in Familien und Freundschaften und gerade auch in schwierige Beziehungen hineinzugeben, denn nur so wird diese Welt ein besserer Ort.
