Ein Tag für unsere tierischen Begleiter
Bald ist der «Día de los Muertos», der vor allem in Mexiko farbenfroh und prächtig gefeiert wird, und sich auch hierzulande inzwischen einer gewissen Beliebtheit erfreut. Heute, ein paar Tage früher, wird der «Día de los Muertos de Mascotas» begangen, der Tag für verstorbene Haustiere. An ihm gedenken viele Mexikanerinnen und Mexikaner ihren Fellnasen oder gefiederten und geschuppten Wegbegleitern. Sie schmücken kleine Altäre mit Bildern, Leckerlies und den Lieblingsspielzeugen ihrer Tiere.
Wer selbst ein Haustier besitzt, weiss wie sehr es einem ans Herz wachsen kann und wie schmerzhaft es ist, wenn es stirbt. In der christlichen Spiritualität glauben wir, dass Gottes Schöpfung gut ist; ja, sogar sehr gut (Gen 1,31). Und zur Schöpfung gehören auch Tiere dazu. Sie sind nicht nur Teil der Welt, sondern Teil des Lebens vieler Menschen. Oft sind sie stille Tröster, treue Gefährten, Quelle reiner Freude. Wer einmal erlebt hat, wie ein Hund still an der Seite sitzt, wenn es einem nicht gut geht, oder wie eine Katze sich genau im richtigen Moment anlehnt, der weiss: diese kleinen Wesen tragen ganz viel Liebe und Zuneigung in sich.
Der «Día de los Muertos de Mascotas» lädt uns ein, diese Liebe zu feiern. Es wird nicht nur an das liebgewonnene Tier erinnert, sondern vor allem dem gedacht, was durch das kleine Wesen sichtbar wird: Lebensfreude, Hingabe, bedingungslose Liebe. Vielleicht ist das der zauberhafte Segen der Tiere – dass sie uns lehren, wie es sein kann, einfach da zu sein, nicht zu urteilen, nichts zu fordern, sondern einfach nur zu lieben.
