Ein Traum

Ein Gespräch: Was macht den Unterschied?

A: Ich sehe die Blumen und geniesse die Schönheit. Ich höre den Gesang der Vögel und freue mich darüber. Ich spüre den Wind und lasse mir meine Haare zerzausen. Ich spüre die Umarmung und gebe die Zärtlichkeit zurück. Ich beisse in einen Apfel, koste den Biss und den süsssäuerlichen Geschmack. Ich bin mir bewusst, wie gut es mir geht.

B: Auch ich sehe die Blumen und geniesse die Schönheit. Ich sehe das Wunder, wie aus einem Samenkorn ohne mein Zutun, dank Wasser, Sonne, Nährboden und Luft eine Pflanze wächst. Auch ich höre den Gesang der Vögel und freue mich darüber. Ich staune über die Vielfalt, die Zartheit der Federn und wie sie sich in der Schöpfung bewegen. Auch ich spüre den Wind und lasse mein Haar zerzausen. Ich spüre die Kraft, die Erfrischung und dass da mehr ist.

Ich spüre die Umarmung und gebe die Zärtlichkeit zurück. Ich empfange das Geschenk der Begegnung, der Beziehung und bin dankbar für alles, was möglich ist. Ich beisse in den Apfel, koste den Biss und den süsssäuerlichen Geschmack. Ich weiss, dass hinter jedem Biss und jedem Schluck menschliche Arbeit und göttliches Zutun stecken.

Ich bin mir bewusst, wie gut es mir geht. Das verpflichtet mich zu geniessen, dankbar zu sein. Das verpflichtet mich auch zum Handeln, weil ich weiss, dass es nicht allen so gut geht. Das verpflichtet mich zum Teilen, zum achtsamen Umgang mit Mitwelt, Natur, Schöpfung und Mitmensch.

A: Es ist also das Wunder, das Weiter und Tiefer, das den Unterschied macht.

B: Und es ist der Auftrag, die Tat, die daraus erfolgt, die den Unterschied machen soll.