Es kommt nichts
Ich habe gewusst, dass irgendwann dieser Moment kommen wird: Ich muss ein Weg-Wort schreiben und habe absolut keine Idee, was ich schreiben soll. Mir fällt nichts ein; nur Zeugs, worüber ich schon mindestens zweimal geschrieben habe. Was soll ich bloss tun?
Am besten fang ich einfach mal an, und mit dem Akt des Schreibens wird sich wie von selbst eine Idee ergeben. Ich hoffe jetzt einfach auf Inspiration. Das wird schon!
Aber es kommt nichts.
Ich fühle mich wie die Anhänger:innen Jesu am Tag nach Auffahrt: Erst einen guten Monat ist es her, dass sie diesen schockierenden Tod am Kreuz miterleben mussten. Und dann die überwältigende Erfahrung, dass er den Tod überwunden zu haben scheint, dass Gott ihn auferweckt hat. Dieses intensive, unglaubliche Erleben seiner Präsenz. Und gestern seine Auffahrt in den Himmel… weg ist er. Aber in ihnen macht sich die grosse Leere breit. Keine Idee, wie es nun weitergehen kann. Nur Lähmung.
Grad so wie bei mir. Keine Idee. Nach wie vor habe ich nichts Vernünftiges geschrieben.
Jesus hat seinen Anhänger:innen noch versprochen, seinen Geist zu senden, der sie führen werde. Da war Geduld gefragt. Wann wird er kommen? Nichts als aushalten und warten. So ging es bis Pfingsten. Dann kam er, Gottes inspirierender Geist.
Auch ich muss wohl aushalten und geduldig warten.
Und jetzt fällt mir ein, dass es noch 10 Tage dauert, bis Pfingsten. 10 Tage!
Aber ich kann Sie trösten, liebe Lesende: Gott hat es in seiner / ihrer Gnade so gefügt, dass ich vor Pfingsten kein weiteres Weg-Wort schreiben muss. Sie werden vor meiner Ideenlosigkeit verschont bleiben! Für den Pfingsttag selbst hoffe ich inständig auf Inspiration. Komm, Heiliger Geist!
Aber immerhin ist diese Seite nun voll. (mb)
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