Freut euch!
Freut euch allezeit! Das schreibt der Apostel Paulus: in einem Brief an die christliche Gemeinde in Philippi – vor bald 2000 Jahren.
Paulus schrieb diesen Brief im Gefängnis. Er rechnete mit der Todesstrafe. Paulus wusste auch: Christinnen und Christen werden verfolgt, auch in Philippi.
Paulus hat viele Gründe, sich nicht zu freuen. Und doch schreibt Paulus im Brief: Ich freue mich. Ich werde mich freuen. Ich freue mich mit euch.
Paulus freut sich nicht über seine Situation im Gefängnis. Auch nicht über die Situation der verfolgten Menschen.
Paulus freut sich über Gottes Liebe. Weil Paulus spürt: Gottes Liebe trägt und befreit ihn. Trotz Gefängnis. Trotz Verfolgung. Paulus spürt Gottes Liebe und freut sich – trotz allem.
Paulus schreibt: Freut euch im Herrn allezeit! Nochmals will ich es sagen: Freut euch!»
Paulus betont dies so, weil er weiss: Die Freude über Gottes Liebe ist nicht einfach. Besonders für Menschen in einer schwierigen Situation.
Im Advent kommt für viele Menschen noch eine Sorge hinzu: Viele Menschen ersorgen Weihnachten. Auch wenn sie gläubig sind.
Menschen ersorgen Weihnachten, weil sie nicht so feiern können, wie sie möchten. Weil sie nicht nach Hause können. Weil sie zu weit weg sind. Oder weil sie auf der Flucht sind.
Menschen ersorgen Weihnachten, weil sie kein Zuhause haben. Weil sie Probleme mit der Familie haben. Oder weil sie keine Familie haben. Weil sie allein sind.
Paulus schreibt: Wie gross unsere Sorgen auch sind, wir dürfen sie Gott übergeben. Und Gott schenkt seine Liebe – jeder und jedem von uns.
Wenn Sie darauf vertrauen, spüren Sie es vielleicht manchmal auch: Gottes Liebe trägt und befreit Sie.
Die Freude über Gottes Liebe wünsche ich Ihnen – trotz allem, auch in diesem
Advent.
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