Innere Glut

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Der Februar ist oft eine Zwischenzeit. Draussen ist es kalt, farblos, müde. Der Frühling ist noch weit, der Winter zieht sich dahin. Vieles fühlt sich nach Aushalten an. Und manchmal auch nach innerer Leere. Gerade in solchen Momenten ist die Frage wichtig: Was wärmt mich wirklich – von innen her? Nicht nur kurzfristige Ablenkung oder Aktivität. Sondern etwas, das in mir wirkt. Das trägt. Das bleibt.

Für mich ist das die Beziehung zu Gott. Sie ist nicht immer stark spürbar. Aber oft wie eine leise Glut – tief drinnen. Nicht spektakulär. Aber echt. Diese Wärme beginnt bei mir meistens nicht mit Gefühl, sondern mit einem einfachen Schritt:

Ich bleibe still. Ich halte inne. Ich sage, was jetzt da ist. Im Körper, im Fühlen und in den Gedanken. Zum Beispiel so:

Ich spüre einen Druck auf der Brust. Ich bin traurig und gleichzeitig müde. Ich denke: Ich komme gerade nicht weiter. Und ich sage das jetzt – in deiner Gegenwart, Gott.

Das ist ehrliches Mitteilen. Vor mir selbst. Und vor Gott. Ich muss nichts verändern, nichts erklären, nichts besser machen. Und manchmal geschieht dann etwas: Es wird stiller in mir. Etwas entspannt sich. Ein kleiner Moment von Frieden, von Nähe. Ein Spüren: Ich bin in echter Resonanz mit Gott. Ich fühle mich nicht mehr allein.

Vielleicht ist genau jetzt ein guter Moment, um die innere Glut neue zu entfachen. Nicht durch Leistung, sondern durch ehrliches Mitteilen, in Stille und Vertrauen.