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Österlich werden

Wer ist für Sie ein österlicher Mensch? Man kann sich fragen, was das überhaupt bedeutet. Sind es Gottesdienstbesuchende, welche die Bräuche der Karwoche und der Ostertage mitvollziehen? Gläubige, welche die Geschichten und Dogmen um Leiden, Tod und Auferstehung Christi als wahr bekennen? Personen, die sich dem Geheimnis dieses Festes nähern und es in das Leben integrieren wollen? Hier der Vorschlag einer Beschreibung:

Entspannter Junge
Foto von Mariya Muschard auf Pixabay.com

Eine österliche Person lebt aus einem tief gegründeten Vertrauen und lässt sich nicht von ihren Sorgen und Ängsten beherrschen. Sie gibt nicht auf und wagt geduldig die Schritte, die sie selbst und ihre Mitmenschen zu mehr Freude, Sinn und Erfüllung führen.

Ein österlicher Mensch sieht die Welt mit nüchternen Augen und anerkennt, dass leidvolle Erfahrungen, Verluste und der physische Tod Bestandteile des Daseins sind. Er braucht davor nicht zu fliehen, weil er sich von Gott gehalten weiss, der alles heilen und zu einem guten Abschluss führen wird.

Eine österliche Person unterstützt aktiv den Frieden, das Leben und die Vielfalt. Sie lässt sich nicht einschüchtern von denjenigen, die Gewalt und Tod zur Verfolgung ihrer Ziele einsetzen. Sie beteiligt sich nicht an Handlungen oder Entscheidungen, welche das Leiden und die Unterdrückung von Anderen oder die zerstörerische Ausbeutung der Schöpfung in Kauf nehmen. Sie steht dafür ein, dass Verbesserungen allen gleichermassen zugutekommen.

Ein österlicher Mensch zu sein, ist unabhängig von der Religionszugehörigkeit. Wer sich tagtäglich von der Bejahung des Lebens leiten lässt, darf sich dazu zählen. Wer ist für Sie ein österlicher Mensch?