Philippinische Zeitungspapierkrippe
Die Philippinische Zeitungskrippe wurde von Kindern und Jugendlichen aus einem Slum von Manila hergestellt. Sie haben die Krippe im Rahmen eines kirchlichen Beschäftigungsprogramms hergestellt. Die Jugendlichen schnitzten die Köpfe der Figuren, die Kinder falteten das Zeitungspapier.
Die Papieranteile bestehen aus Blättern von verschiedensten Boulevard-Zeitungen und Annoncenzeitschriften. Darunter befindet sich bewusst auch sexualisierte Werbung aus dem Rotlicht-Milieu. Die Zeitungen stehen für die von Armut und Not geprägte, allzumenschliche, auf kurzfristige Bedürfnisbefriedigung ausgerichtete, abgründige und auch moralisch geächtete Welt, in der die Kinder
und Jugendlichen aufwachsen.
Auch die Kulisse der Krippe bestand ursprünglich aus philippinischen Zeitungen und Verpackungsmaterial. Für die Bahnhofkirche haben wir als Kulisse Schweizer Boulevardzeitungen verwendet. Damit verdeutlichen wir, dass die Krippe vor dem Hintergrund unserer Welt im Hauptbahnhof steht und uns hier herausfordert.
Wie in den vergangenen Jahren ist die Zeitungspapierkrippe eine Leihgabe des Krippenmuseums «Krippenwelt» in Stein am Rhein. Sie kann in der Advents- und Weihnachtszeit vom 30.11.25 bis 11.01.26 im Raum der Stille während der Öffnungszeiten der Bahnhofkirche besichtigt werden.
Weg-Worte zur Krippe:
28. November: Milliarden Wörter und das lebendige Wort in der Krippe

