Siehe, ich mache alles neu

Vor gut einer Woche hat das neue Jahr begonnen. Mit schlimmen Nachrichten: von der Brandkatastrophe in Crans Montana. 40 Menschen sind gestorben. Darunter viele Jugendliche. Viele Menschen kämpfen ums Überleben. Viele Menschen sind betroffen, traurig oder wütend.

Siehe, ich mache alles neu! So heisst die Jahreslosung 2026. Wie kann sie zu so schlimmen Nachrichten passen?

Die Jahreslosung 2026 steht in der Offenbarung des Johannes, im letzten Buch der Bibel. Johannes beschreibt seine Visionen zur Vollendung der Welt: Gott wird bei den Menschen sein. Abwischen wird Gott jede Träne von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein. Und der auf dem Thron sass, sprach: Siehe, ich mache alles neu!

Für die Menchen, die durch die Brandkatastrophe gestorben sind, bedeutet dies: Sie enden nicht in Angst und Schmerz. Sondern aufgehoben und geborgen in Gottes Liebe.

Für die Menschen, die leiden, und für die Menschen, die trauern, bedeutet dies: Gott ist bei ihnen. Gott sieht die Tränen, hört das Schweigen, hält mit den Menschen aus, was kaum zu ertragen ist. Gott ist auch bei den Menschen, die betroffen sind, traurig oder wütend.

Das Neuwerden kann sich behutsam zeigen. In der Kraft, einen weiteren Tag zu leben. Im Trost durch andere Menschen. Im Erinnern ohne Verzweiflung.

Siehe, ich mache alles neu! Diese Verheissung schenkt keinen schnellen Trost. Doch vielleicht allmählich die Hoffnung: Stärker als der Tod, stärker als Leid und stärker als Trauer und Wut ist Gottes Liebe.

Heute ist der Nationale Trauertag zur Katastrophe in Crans Montana. Um 14:00 Uhr wird auch in der Bahnhofkirche mit Stille, Gebet und Gedenken an die Verstorbenen, Verletzten und ihre Angehörigen erinnert.