Sternengedanken
Gestern war Sommersonnenwende. Vielleicht verbringen Sie die schönen Sonnenabende gerne draussen, bis Sie den Sternenhimmel sehen.
Vielleicht hat der Sternenhimmel sie schon nachdenken lassen: über Gott und die Welt und über die Menschen; was Menschen tun, was Menschen sind.
Was ist der Mensch – und des Menschen Kind, dass Gott sich seiner annimmt? Diese verkürzte Frage steht im Psalm 8. Und die Antwort: Der Mensch ist wenig geringer als Gott. Mit Ehre und Hoheit hat Gott den Menschen gekrönt; damit er herrsche über die ganze Schöpfung wie ein König.
Doch ein Blick in die Nachrichten zeigt: Der Mensch herrscht nicht mit Ehre und Hoheit über die Schöpfung wie ein König. – Wie lässt sich diese Spannung auflösen?
Der Hebräerbrief zeigt: Die Menschen müssen diesen fast göttlichen Anspruch nicht erfüllen. Denn im Zentrum der Schöpfung steht nicht der Mensch. Sondern des Menschen Kind, des Menschen Sohn: Jesus Christus. Durch Jesus Christus schenkt Gott jedem Menschen eine göttliche Würde.
Unsere göttliche Würde hängt nicht davon ab, was wir leisten oder erreichen. Wir können versagen und scheitern. Wir können bereuen und Gott um Verzeihung
bitten. Immer wieder.
So verändert Jesus Christus unseren Blick: auf die anderen Menschen – und auf uns selbst. Jesus Christus verändert auch unseren Blick auf die Schöpfung.
Die Schöpfung ist noch immer überwältigend schön. Besonders im Sommer, wenn wir die Kraft der Schöpfung spüren. Etwa wenn wir in einer schönen Nacht den Sternenhimmel sehen.
Dann spüren wir doch manchmal: Die Schönheit der Schöpfung ist nur vordergründig. Dahinter ist etwas, das alles zusammenhält. Etwas, das uns glauben und vertrauen lässt. Etwas, das alles vollenden lässt – auch dich und mich. Wenn wir das spüren, erfahren wir vielleicht etwas vom ewigen König über das All. Wir erfahren etwas von der Hoheit und Ehre von Jesus Christus. (ar)
