Sternen trauen
Die Weihnachtstexte im Matthäusevangelium erzählen von drei Weisen aus dem Morgenland, die einen Stern sehen und sich von ihm nach Bethlehem führen lassen. Dort finden sie das neugeborene Jesuskind, den Sohn Gottes (Matthäusevangelium 2, 1 – 12). Zum heutigen Weihnachtstag eine Meditation zu dieser Erzählung:
Von
Weisen
lernen:
Den Blick
in den
Himmel
werfen,
ohne den
Boden
unter den
Füssen
zu verlieren.
Den Einspruch
der Vernunft
dankbar
entgegennehmen,
aber
Sternen trauen.

Unbegangene Wege
gehen.
Sich von
Träumen
führen lassen.
Die Manipulationsversuche
von Einflussreichen
freundlich
umgehen.
Sich in fremde
Häuser
wagen.
Und in der
entwaffnenden
Wehrlosigkeit
des Neugeborenen
Gott
erkennen.
Abb: Die drei Weisen, Altarbild (Detail), Santa Maria de Mosoll, Spanien, 13. Jh. Museu Nacional d’Art de Catalunya, Barcelona