Tag der Wissenschaft

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Heute, am 10. November, ist der UNESCO Welttag der Wissenschaft für Friede und Entwicklung. Er wurde Anfang der 2000er Jahre eingeführt, um die wichtige Rolle der Arbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für eine friedliche, nachhaltige und zukunftsfähige Welt zu betonen. Klimawandel, soziale Ungleichheit, Kriege, Armut, Gesundheitskrisen – angesichts der vielen globalen Herausforderungen ist der Beitrag der Wissenschaft für die Menschheit unverzichtbar. Wer forscht, ist auf Zusammenarbeit angewiesen, denn nur gemeinsam können Fortschritte erzielt werden. Auch neueste Erkenntnisse bauen auf die langjährige Arbeit vergangener Generationen auf. Forschungsergebnisse entstehen also nicht im luftleeren Raum, sondern sind eingebettet in das grosse Geflecht menschlicher Neugier und Erkenntnissuche. Ich finde diesen Aspekt – wie sehr doch alles aufeinander verwiesen ist – besonders interessant. Gerade jetzt, in einer Zeit, in der es die wachsende Tendenz zur Abschottung gibt und der Egoismus wieder salonfähig gemacht wird.

Für das Christentum ist Einsicht, dass Menschen zusammenarbeiten und ihre Talente und Gaben füreinander einsetzen sollen, ein Stück ihrer DNA. Im 1. Petrusbrief heisst es beispielsweise: «Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat!» (1. Petrus 4,10) Wo Menschen ihr Wissen teilen und ihre Gaben verbinden, da kann Erkenntnis entstehen, die die Welt zum Positiven verändert.