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Tag des Witzes

Der Lehrer fordert Fritzchen auf: «Nenne mir doch mal drei Tiere.» Nach einigem Überlegen antwortet Fritzchen: «Mäuschen, Kätzchen und Pferdchen». Der Lehrer doppelt nach: «Jetzt bitte nochmal drei Tiere, aber dieses Mal ohne das -chen». Fritzchen grübelt noch länger und sagt dann: «Eichhörn, Kanin und Frett.»

Lachendes Pferd
Das Pferdchen lacht über den Witz vom Kanin;
Foto von Silvia auf Pixabay.com.

Heute ist internationaler Tag des Witzes. Im Jahr 1994 soll er vom Autor und Zeichner Wayne Reinagel aus den USA ins Leben gerufen worden sein. Es ist jedenfalls eine gute Gelegenheit, einander etwas Lustiges zu erzählen. Ich lache gerne und mag auch gerne Witze, allerdings kann ich sie mir ganz schlecht merken und deswegen bin ich kein guter Witzeerzähler.

Gibt es überhaupt etwas zu lachen angesichts der tristen Weltlage? Zu gewissen Zeiten galt das Lachen in der Geschichte des Christentums als oberflächlich oder gar als unchristlich, weil Jesus in der Heiligen Schrift niemals gelacht haben soll. Umberto Eco hat seinen Roman «Der Name der Rose» auf dieser Sichtweise aufgebaut. Allerdings beruht sie auf einer Fehlinterpretation der Schrift, in der durchaus berichtet wird, wie Jesus mit den Menschen gefeiert hat und dabei gewiss auch gelacht haben wird. Von seinen Gegnern wurde er sogar als «Fresser und Säufer» betitelt.

Lachen hat etwas Befreiendes; es lässt uns für einen Moment unsere Sorgen vergessen und holt uns in einen reinen Moment der Gegenwart, besonders dann, wenn wir nicht auf Kosten von jemand anderem lachen. Erzählen wir einander also Witze, pflegen wir unseren Humor, der sogar eine spirituelle Dimension besitzt, wenn er den schlimmen Dingen die heilsame Heiterkeit Gottes entgegensetzt. Diese wünsche ich Ihnen heute und immer wieder. (jr)