Verbinde die Punkte!
Wir schauen rund einen Drittel bis die Hälfte ihrer wachen Zeit auf einen Bildschirm: ein Tablet, ein Smartphone, einen Computer oder einen Fernseher. Das Bild, das wir dabei sehen, besteht aus Millionen kleiner farbener Punkte, Pixels genannt.

Bild: Banana2/Google Gemini
Dabei nähert sich unser Erleben immer mehr einem Punkt an. Viele fühlen sich auf ihrem Standpunkt festgefahren. Erleben wie sie immer weniger eine Verbindung zu anderen Menschen und zu ihrer Umwelt spüren. Ihr eigener Punkt scheint sich immer weiter einem geometrischen Punkt anzunähern, eindimensional, ohne Ausdehnung.
Soweit ist das nur ein Gefühl, eine Wahrnehmung. In Wirklichkeit bleibt die Welt da draussen dreidimensional, sind die Menschen um uns im ständigen Austausch mit uns, brauchen wir sie, sind auch wir selbst viel mehr als ein vereinzelter Punkt, sondern eine gigantische Verbindung von kleinsten Atomen, Milliarden von Zellen und hunderten von Organen in ständigem Austausch und unablässiger Verbindung.
Das Ende der Zeit wird in der Bibel mit vielen Bildern beschrieben. Bei Paulus findet sich die Formulierung, dass der ganze Kosmos sich darauf hin bewegt, dass schliesslich «alles in allem» sei (1.Korinther 15,28).
Unser eigenes Leben mag sich manchmal wie ein geometrischer Punkt anfühlen. Auch Objekte, Elemente, Lebewesen, Menschen um uns mögen uns ebenso unverbunden vorkommen. Das ganze Bild ist aber anders. Das Leben und der Kosmos selbst ist wie ein Punktebild. Es erscheint erst, wenn wir die einzelnen Punkte miteinander verbinden. Ich wünsche uns einen Tag voller neuer Verbindungslinien! (cw)