Von Dürren und Wüsten
Es ist heiss und trocken. Seit Wochen werden neue Hitzerekorde gemeldet. Wiesen und Felder vertrocknen. Auch in der Schweiz.
Tiere und Pflanzen leiden unter der Hitze, unter der Dürre.
Auch viele Menschen leiden unter der Hitze. Und viele haben Durst. Auch wenn sie fliessendes Wasser haben. Und Getränke im Kühlschrank.
Viele Menschen haben Durst – nicht nach Wasser und nicht Getränken.
Viele Menschen erleben eine seelische Dürre, eine seelische Wüste. Wegen dem Zustand der Welt. Wegen anderen Menschen. Oder wegen sich selbst: Weil sie einsam sind. Weil sie einen lieben Menschen vermissen. Weil sie Sorgen haben. Schmerzen. Oder Angst.
Von Dürren und Wüsten steht viel in der Bibel. Die Wüste steht für natürliche Wüsten – und für seelische Wüsten.
Die Bibel zeigt auch: In der Wüste schenkt Gott vielen Menschen neue Hoffnung und neues Leben.
Doch die Bibel zeigt auch schonungslos ehrlich: Nicht jede Wüste schenkt neue Hoffnung und neues Leben. Eine seelische Wüste dauert oft länger als unsere Geduld. Und länger, als wir aushalten können.
Auch der Glauben bewahrt nicht vor Wegen durch die Wüste. Und nicht vor seelischen Dürren. Glauben lässt auch nicht alle Gebete erfüllen.
Glauben bedeutet Vertrauen und Erfahren: Ich bin geliebt von Gott – und begleitet von Jesus Christus. Auch in der Wüste.
Viele Menschen erfahren: besonders in der Wüste. (ar)
