Was du tust

Ich nehme an, Sie kennen das auch. Man nimmt sich vor, sich endlich öfter bei langjährigen Freunden zu melden, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen, wieder Sport zu machen oder den hochbetagten Nachbarn beim Rasenmähen zu helfen. Und dann hört man sich sagen: «Das mach ich morgen.» Und so liegen zwischen Worten auf der einen und den Taten auf der anderen Seite ganz oft viel Alltag, Stress, Termine und/oder Erschöpfung.

Quelle: pexels

Kürzlich habe ich ein Zitat des Philosophen und Schriftstellers R.W. Emerson (†1882) gefunden. Es lautet folgendermassen: «Das was du tust, schreit so laut, dass ich nicht hören kann, was du sagst.» Dieses Zitat erinnert mich daran: Wer ich wirklich bin, zeigt sich nicht in dem, was ich sage, sondern in dem, wie ich handle. Und das ist bei mir (ehrlich gesagt) manchmal durchaus ausbaufähig. Inspiration schenkt da natürlich Jesus Christus. Bei ihm haben sich Handeln und Reden auf einzigartige Weise vereint. Er hat nicht bloss Liebe gepredigt, sondern sie auch vorgelebt. Er hat die Menschen berührt, die andere gemieden haben. Er hat Menschen zugehört, geholfen, Vergebung ermöglicht, wo sich andere längst abgewendet hatten.

Jeder Tag bietet uns neue Gelegenheiten, in denen wir für Deckungsgleichheit zwischen unseren Worten und unserem Tun sorgen können. Vielleicht ja auch heute – manchmal ist es ja auch ein ganz kleiner Moment, in dem wir endlich das tun, wovon wir schon lange sprechen.