Was ist der Mensch?

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Ein Mensch schaut in den Sternenhimmel.

Er sieht die Schönheit des Weltalls. Er erkennt den unglaublichen Gegensatz zwischen dem scheinbar ewigen Weltall und den sterblichen Menschen auf der Erde.

Dieser Mensch hat schon selbst erfahren: Der Schöpfer des Weltalls sorgt auch für ihn.

Überwältigt ruft er: «Was ist der Mensch?»

Die Frage steht im Psalm 8 – und die Antwort: Der Mensch «ist wenig geringer» als Gott. Der Mensch ist fast göttlich.

Noch mehr steht im Psalm: «Mit Ehre und Hoheit gekrönt» ist der Mensch. Er soll über die ganze Schöpfung herrschen – wie ein König.

Wie oft ist dieses Herrschen missverstanden worden!

Ein König, der mit Ehre und Hoheit herrscht, herrscht nicht egoistisch, nicht tyrannisch. Sondern im nachhaltigen Interesse seines Reiches.

Doch die Geschichte zeigt: Der Mensch herrscht kaum mit Ehre und Hoheit. Der Mensch setzt seine fast göttlichen Begabungen kaum richtig und gut ein.

Für den Apostel Paulus ist klar: Der Mensch kann das Richtige und das Gute nicht tun. Weil er sich selbst im Weg steht.

Paulus glaubt: Um sich von sich selbst zu befreien, braucht der Mensch etwas von aussen. Etwas, das ihm hilft; etwas, das ihn stärkt.

Menschen, die glauben, spüren manchmal etwas: etwas, das uns befreit; etwas, das uns glücklich macht.

Dieses Etwas spüren wir manchmal auch in der Natur. Auch im Herbst, wenn wir die Kraft der Schöpfung spüren. Vielleicht wenn wir an einem Ufer den Wellen zuschauen. Oder wenn wir in den Bergen den Sternenhimmel sehen.

Manchmal spüren wir dann etwas, von dem wir wissen, dass es richtig und gut ist: Wir spüren das Göttliche. Wir spüren das, was es dem Menschen ermöglicht, Mensch zu werden.